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Der Kauf
Sie haben sich für ein Fahrzeug entschieden?
Dann geht es jetzt erst richtig los, denn nun gilt es, den Preis und die
Vertragsinhalte auszuhandeln und die Formalitäten zu klären.
Der Kauf
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Die Verkaufsverhandlung |
Der Kauf
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·
Kauf
beim Händler |
Garantien
Auch für Gebrauchtwagen gibt es Garantien. Diese werden entweder vom Hersteller
oder von freien Garantieversicherern verkauft. Bei einigen Markenhändlern sind
Einjahres-Gebrauchtwagen-Garantien bereits im Kaufpreis enthalten, bei anderen
kann eine solche Absicherung zusätzlich geordert werden.
Lesen Sie die Garantiebedingungen gründlich durch und fragen den Verkäufer bei
Unklarheiten. Bei jungen Gebrauchtfahrzeugen kann es sogar sein, daß Sie noch
einen Teil der Werksgarantie bekommen.
Diese gilt ab dem Tag der Erstzulassung und läuft auch dann weiter, wenn das
Fahrzeug zwischendurch stillgelegt wird, etwa während der Ausstellung beim Händler.
Umfang und Laufzeit Lohnt es sich?
Welche Verpflichtungen geht man ein?
Umfang und Laufzeit Die meisten Garantien beschränken sich auf die Kostenübernahme
von Defekten an der Technik. Häufig sind sogenannte Mobilitätsgarantien
enthalten, die Sie im Pannenfall in Anspruch nehmen können.
Gebrauchtwagen-Garantien schließen grundsätzlich alle Verschleißteile, wie
Reifen, Bremsen und Kupplung, und vorsätzlich herbeigeführte Schäden aus.
In der Regel werden Gebrauchtwagen-Garantien für ein Jahr abgeschlossen. Lassen
Sie sich bei der Fahrzeugübernahme das Garantieheft aushändigen. Achten Sie
darauf, daß es vom Händler korrekt abgestempelt wurde. Die Garantien können
bei Einhaltung der Inspektionstermine verlängert werden. Sprechen Sie darüber
mit Ihrem Verkäufer oder direkt mit dem Garantieanbieter.
Lohnt es sich?
Der von der Garantie abgedeckte Übernahmeanteil regelt sich in den meisten Fällen
nach Alter bzw. Laufleistung. Je älter das Fahrzeug, bzw. je höher die
Laufleistung, desto größer ist Ihr eigener Anteil an den Reparaturkosten.Bei
Fahrzeugen mit hoher Kilometerleistung kann es durchaus vorkommen, daß eine
Gebrauchtwagen-Garantie keinen Sinn mehr macht. Im Normalfall stellt die
Garantie aber eine sinnvolle Absicherung dar. Interessant ist es vor allem in
Hinblick auf große und kostenintensive Schäden, beispielsweise an Motor oder
Getriebe.
Welche Verpflichtungen geht man ein?
Je nach Anbieter gehen Sie gewisse Verpflichtungen ein, denn die Assekuranzen
verlangen von Ihnen, daß das Fahrzeug in technisch einwandfreiem Zustand
gehalten wird, sprich laut Inspektionsplan in der Vertragswerkstatt gewartet
wird.
Vorsicht: Wartungsarbeiten von freien Werkstätten werden häufig nicht
anerkannt! Wichtig: Halten Sie die Bedingungen nicht ein, so entfällt Ihr
Anspruch auf Garantieleistungen.
Garantien
Auch für Gebrauchtwagen gibt es Garantien. Diese werden entweder vom Hersteller
oder von freien Garantieversicherern verkauft. Bei einigen Markenhändlern sind
Einjahres-Gebrauchtwagen-Garantien bereits im Kaufpreis enthalten, bei anderen
kann eine solche Absicherung zusätzlich geordert werden.
Lesen Sie die Garantiebedingungen gründlich durch und fragen den Verkäufer bei
Unklarheiten. Bei jungen Gebrauchtfahrzeugen kann es sogar sein, daß Sie noch
einen Teil der Werksgarantie bekommen.
Diese gilt ab dem Tag der Erstzulassung und läuft auch dann weiter, wenn das
Fahrzeug zwischendurch stillgelegt wird, etwa während der Ausstellung beim Händler.
Umfang und Laufzeit Lohnt es sich?
Welche Verpflichtungen geht man ein?
Umfang und Laufzeit Die meisten Garantien beschränken sich auf die Kostenübernahme
von Defekten an der Technik. Häufig sind sogenannte Mobilitätsgarantien
enthalten, die Sie im Pannenfall in Anspruch nehmen können.
Gebrauchtwagen-Garantien schließen grundsätzlich alle Verschleißteile, wie
Reifen, Bremsen und Kupplung, und vorsätzlich herbeigeführte Schäden aus.
In der Regel werden Gebrauchtwagen-Garantien für ein Jahr abgeschlossen. Lassen
Sie sich bei der Fahrzeugübernahme das Garantieheft aushändigen. Achten Sie
darauf, daß es vom Händler korrekt abgestempelt wurde. Die Garantien können
bei Einhaltung der Inspektionstermine verlängert werden. Sprechen Sie darüber
mit Ihrem Verkäufer oder direkt mit dem Garantieanbieter.
Lohnt es sich?
Der von der Garantie abgedeckte Übernahmeanteil regelt sich in den meisten Fällen
nach Alter bzw. Laufleistung. Je älter das Fahrzeug, bzw. je höher die
Laufleistung, desto größer ist Ihr eigener Anteil an den Reparaturkosten.Bei
Fahrzeugen mit hoher Kilometerleistung kann es durchaus vorkommen, daß eine
Gebrauchtwagen-Garantie keinen Sinn mehr macht. Im Normalfall stellt die
Garantie aber eine sinnvolle Absicherung dar. Interessant ist es vor allem in
Hinblick auf große und kostenintensive Schäden, beispielsweise an Motor oder
Getriebe.
Welche Verpflichtungen geht man ein?
Je nach Anbieter gehen Sie gewisse Verpflichtungen ein, denn die Assekuranzen
verlangen von Ihnen, daß das Fahrzeug in technisch einwandfreiem Zustand
gehalten wird, sprich laut Inspektionsplan in der Vertragswerkstatt gewartet
wird.
Vorsicht: Wartungsarbeiten von freien Werkstätten werden häufig nicht
anerkannt! Wichtig: Halten Sie die Bedingungen nicht ein, so entfällt Ihr
Anspruch auf Garantieleistungen.
Allgemeines
Überprüfen Sie vor Abschluß des Kaufvertrages, ob der Verkäufer voll
geschäftsfähig ist, also mindestens 18 Jahre alt. Achten Sie darauf, daß der
Verkäufer zugleich Fahrzeugeigentümer ist. Andernfalls lassen Sie sich eine
schriftliche Verkaufsvollmacht und den Personalausweis des Bevollmächtigten
zeigen.
Ausfüllen des Kaufvertrages
Wichtige Inhalte
Der Kaufvertrag zum Ausdrucken
Der richtige Kilometerstand
Empfangsbestätigungen
Ausfüllen des Kaufvertrages
Benutzen Sie einen vorgefertigten, rechtmäßig anerkannten Vordruck eines
Kaufvertrages. Solche Dokumente erhalten Sie beispielsweise beim Automobilclub
oder bei Ihrer Versicherung. Denken Sie dabei an die zweifache Ausfertigung,
jeweils eine für Sie und den Verkäufer. Wenn ein solcher Vordruck nicht
vorliegt, achten Sie darauf, daß im selbstgemachten Kaufvertrag alle wichtigen
Inhalte aufgeführt werden.
Wichtige Inhalte
- Name, Anschrift, Personalausweisnummer sowie Telefonnummer beider
Vertragsparteien (Verkäufer und Käufer)
- Genaue Beschreibung des Kaufobjektes: Hersteller und Fahrzeugtyp,
Fahrgestellnummer (auch Fahrzeug-Identifikationsnummer genannt, siehe
Fahrzeugbrief oder -schein unter Ziffer 4), Fahrzeugbriefnummer, bisheriges
amtliches Kennzeichen, tatsächlicher Kilometerstand (falls vom Kilometerzähler
im Tacho abweichend), Tag der Erstzulassung (siehe Fahrzeugbrief oder -schein
unter Ziffer 32), nächster TÜV- und AU-Termin sowie sämtliches Zubehör
- Angaben zu Unfallschäden (Schadenart und -höhe), Hinweise auf gewerbliche
Einsätze des Fahrzeugs in der Vergangenheit (Fahrschulwagen, Mietfahrzeug o. ä.).
Schriftlich fixieren, wenn dies nicht der Fall ist!
- Angaben zu wesentlichen Austauschteilen, z. B. Austauschmotor oder -getriebe
inkl. Laufleistung
- Zubehörteile (Radio, Sonderfelgen, sonstige Zusatzausstattung) schriftlich
festhalten
- Alle weiteren Zusicherungen müssen schriftlich festgehalten werden, z. B.
wenn sich der Verkäufer verpflichtet, das Auto noch beim TÜV vorzuführen oder
einen Satz Winterreifen versprochen hat
. - Ort, Datum und Unterschriften beider Parteien
Vorsicht vor Vertragsklauseln. Schreibt der Verkäufer beispielsweise
"Bastlerauto" in den Vertrag, so ist er auch vor den sogenannten
arglistigen Mängeln bewahrt. Als Bastlerauto kann auch ein Totalschaden, ein
nicht fahrbereites oder sogar ausgebranntes Fahrzeug bezeichnet werden.
Der richtige Kilometerstand
Den meisten Autos kann man auf den ersten Blick nicht ansehen, wie hoch der
echte Kilometerstand ist. Wenn Sie den Eindruck haben, daß die Angabe des
Vorbesitzers nicht korrekt ist, so schauen Sie sich folgendes genau an. Ist der
Fahrersitz extrem durchgesessen, das Lenkrad abgegriffen und die Pedalgummis
abgenutzt? Dies deutet auf eine hohe Kilometerleistung hin und wäre sehr auffällig,
bei Fahrzeugen, die angeblich noch nicht einmal 100 000 km gelaufen sind.
Klarheit über die Laufleistung des Fahrzeugs können auch vorherige Besitzer
bringen. Versuchen Sie diese zu kontaktieren und fragen Sie nach dem
Kilometerstand zum Zeitpunkt des Verkaufs an den Nachbesitzer. Winzige Chancen
einen falschen Kilometerstand aufzudecken, bieten auch die Ölzettel im
Motorraum. Dort tragen die Werkstätten beim Ölwechsel auch den Kilometerstand
ein. Vergleichen Sie diesen mit dem auf dem Tacho. Allerdings dürfte die Chance
recht gering sein, denn die meisten Verkäufer sind pfiffig genug, um den Zettel
vorher verschwinden zu lassen. Gleiches gilt für das Inspektionsheft, in dem
ebenfalls die Kilometerstände zum Zeitpunkt der Wartungsarbeiten eingetragen
werden.
Empfangsbestätigungen
Um späteren Ärger zu vermeiden, sollte Ihnen der Verkäufer den Empfang einer
geleisteten Anzahlung, bzw. des vereinbarten Kaufpreises in voller Höhe
schriftlich bestätigen. Bestehen Sie darauf. Sie als Käufer sollten den
Empfang des Fahrzeugs, der Fahrzeugpapiere (Brief und Schein oder
Abmeldebescheinigung) und die Anzahl der erhaltenen Schlüssel schriftlich bestätigen.
Beides natürlich nicht im voraus, sondern wirklich erst nach Erhalt!
Die
Fahrzeugübernahme
Bei der Fahrzeugübernahme gilt es nicht nur, das neue Auto abzuholen, sondern
auch die dazugehörigen Unterlagen.
Der Verkäufer übergibt Ihnen, sobald Sie den vollständigen Kaufpreis bezahlt
haben, den Fahrzeugbrief, den Fahrzeugschein oder die Abmeldebescheinigung, die
gültigen TÜV- und AU-Bescheinigungen, das Inspektionsheft und die
Bedienungsanleitung (auch für das Radio), sämtliche Reparatur- und
Wartungsrechnungen, ABE´s (für Zubehör), Gutachten (zur Klärung der Höhe
und des Umfangs eines behobenen Unfallschadens) und alle, in der Regel
mindestens zwei, häufig drei Fahrzeugschlüssel.
Hinweis: Überzeugen Sie sich davon, daß alle Unterlagen auch wirklich zu dem
Fahrzeug gehören und gültig sind!
Vergleichen Sie die Fahrgestellnummer (auch Fahrzeug-Ident-Nr. genannt) unter
Ziffer 4 im Fahrzeugbrief oder -schein mit der auf dem Typschild im Motorraum.
Achten Sie darauf, daß das Zubehör wirklich von einer anerkannten Organisation
(TÜV, DEKRA, GTÜ) in den Papieren
eingetragen wurde. Dafür dient die Ziffer 33 im Fahrzeugbrief und -schein.
Für Zubehörteile, die nicht eintragungspflichtig sind, gibt es ABE´s. Diese
sind grundsätzlich im Fahrzeug mitzuführen.
Bezahlen Sie den Kaufpreis erst, wenn Sie sich davon überzeugt haben, daß alle
vereinbarten Vertragsbedingungen eingehalten wurden. Pfiffige Verkäufer bauen
gerne noch das Radio aus, wenn es nicht als Kaufgegenstand im Vertrag steht.
Kontrollieren Sie nochmals alle Flüssigkeitsstände.
Betrachten Sie das Öl am Meßstab: wenn es schwarz und dickflüssig ist,
sollten Sie schnellstmöglich einen Ölwechsel vornehmen, damit der Motor keinen
Schaden nimmt. Merken Sie sich die Kraftstoffsorte, damit Sie das Auto nicht
"aus Gewohnheit" beim ersten Tanken mit dem falschen Sprit versorgen.
Die
erste Fahrt im neuen Wagen
Gewöhnen Sie sich bei der ersten Fahrt in Ruhe an das neue Fahrzeug. Stellen
Sie vor Antritt der Fahrt den Sitz und die Spiegel optimal ein und klären Sie
alle Bedienelemente.
Falls Ihnen irgendeine Funktion nicht klar ist, fragen Sie den Verkäufer.
Bedenken Sie, daß das Fahrzeug im Fahrbetrieb, sei es beim Lenken oder Bremsen,
anders reagieren kann, als Ihr bisheriges Auto
Die
Fahrzeugummeldung
Sobald der Kauf abgeschlossen ist, müssen Sie
das Fahrzeug beim zuständigen Straßenverkehrsamt auf Ihren Namen ummelden.
Dazu benötigen Sie folgende Unterlagen:
- Fahrzeugbrief
- Fahrzeugschein (oder Abmeldebescheinigung,
wenn das Fahrzeug abgemeldet ist)
- AU-Bescheinigung
- Versicherungsdoppelkarte und
- Personalausweis.
Beauftragen Sie eine andere Person mit dem Vorgang, so müssen Sie eine
Vollmacht ausstellen. Der Bevollmächtigte muß sich beim Straßenverkehrsamt
ebenfalls ausweisen können.
Der
Check
Die erste Entscheidung ist getroffen. Jetzt geht es im wahrsten Sinn des Wortes
ans Eingemachte:
Der Check. Prüfen Sie den Wagen
genaustens, um böse Überraschungen zu vermeiden.
Einige Tips im Vorfeld
Ein fachmännischer Eindruck
Erwecken Sie den Eindruck ein Fachmann zu sein. Niemals sollten Sie in Gegenwart
des Verkäufers zugeben, daß ihr Wissenstand über Autos nur gering ist. Er
wird es ausnutzen.
Unterstützung mitnehmen
Nicht nur zur moralischen Unterstützung bietet es sich an, einen Freund oder
Bekannten mitzunehmen. Es gilt die alte Bauernweisheit: Vier Augen sehen mehr
als zwei. Weiterhin kann er später auch als Zeuge bei eventuellen Streitfällen
auftreten. Im Idealfall versteht ihr Begleiter auch noch etwas von Autos - dann
sind Sie auf der sicheren Seite.
Ungestört suchen
Suchen Sie zu den normalen Geschäftszeiten bei einem Händler, wird früher
oder später ein Verkäufer auf Sie zu kommen. Weisen Sie ihn freundlich
daraufhin, daß Sie bei Fragen auf ihn zu kommen werden, vorerst aber nur
herumsuchen möchten. Am besten gehen Sie am Wochenende oder nach den Geschäftszeiten
auf die Pirsch - dann können Sie sich in Ruhe umschauen.
Die Optik
Lackierung
Begutachten Sie das Fahrzeug nur bei Sonnenschein, oder wenigstens in trockenem
Zustand. Nur dann können Sie die Lackierung wirklich beurteilen. Beulen an
Kotflügel und Türen erkennen Sie am besten, seitlich-schräg aus der Hocke.
Zierstreifen werden gerne zum Überdecken von Kratzern und Beulen benutzt.
Werden tiefe Kratzer so versteckt, sehen Sie am besten vom Kauf ab: Ein Trickser
versucht Sie zu täuschen.
Nachlackierungen
Unterschiedliche Gründe können Nachlackierungen haben: Sie können von einem
Unfall herrühren, oder aber auch eine Schönheitslackierung sein, die von Großenautohäusern
durchaus durchgeführt wird. Lassen Sie sich die Gründe nennen und im
Kaufvertrag schriftlich fixieren. Erkennen können Sie die Nachlackierungen
nicht nur an unterschiedlichen Farbtönungen, sondern auch an Farbresten an
Gummidichtungen oder Scheiben.
Unfälle
Türen, Motorhauben und Kotflügel, die schief eingepaßt sind, also nicht
richtig schließen, können von einem Unfallschaden herrühren. Erkundigen Sie
sich auch hier genau bei dem Verkäufer.
Korrosion
Rost findet sich oftmals bei Radläufen, als auch an den Türen. Klopfen Sie
diese Stellen ab, schon manch einer, ist so auf ein Rostnest gestoßen. Auch
unter Gummidichtungen - an Front- und Heckscheibe, sowie Sonnendächern - sind
sie zu finden. Wenn möglich heben Sie diese an. Gegenüber dem Verkäufer
verlangen Sie die Entfernung und fixieren Sie die Abmachung schriftlich im
Kaufvertrag.
Der Auspuff ist auch sehr Rost anfällig, sowohl äußerlich wie innerlich.
Lassen Sie den Motor laufen und geben Sie ein wenig Gas, dann fällt ihnen diese
Stelle auf. Stochern Sie ruhig mit einem kleinen Schraubenzieher an stark
gerosteten oder auch frisch behandelten Stellen am Auspuff und am Unterboden.
Reifen, Felgen, Räder
Sowohl Winter- als auch Sommerreifen sollten vorhanden sein, und jedes Set muß
die gleiche Größe aufweisen. Auf einer Achse müssen Reifen mit der gleichen
Profiltiefe gefahren (nie mehr als 2mm Unterschied) werden, sonst drohen
Sicherheitsmängel. Auf Vorder- und Hinterachse können sie sich unterscheiden.
Ein Reifen sollten - gemessen an der niedrigsten Stelle - nie weniger als 4mm
Porfiltiefe besitzen, auch wenn 1,6 mm gesetzlich zu gelassen sind. Schwarze
Schafe in der Gebrauchtwagen-Branche versuchen einseitig abgefahrene Profil zu
kaschieren, in dem Sie die Außenkante nach Innen montieren lassen. Prüfen Sie
dies genau nach, wenn Sie dem Wagen auf einer Hebebühne haben. Merken Sie, daß
die Reifen geschwärzt wurden, suchen Sie am besten nicht nur nach einem anderen
Gebrauchten, sondern den auch am besten bei einem anderen Händler.
Sind die Vorderreifen von außen nach innen abgefahren, übte sich der
Vorbesitzer in rasanten Kurvenfahrten oder die Spur- und Sturzeinstellungen sind
mangelhaft eingestellt. In diesem Fall können Sie unbedenklich eine
Achsenvermessung und neue Reifen verlangen. Ein Synthom für mangelhafte Stoßdämpfer
sind gleichmäßig verteilte Auswaschungen auf den Reifen.
Leichtmetallräder
Leichtmetallräder werden durch ein Schloß oder eine Abdeckung über den
Radmuttern vor Diebstahl geschützt. Lassen Sie sich die Schlüssel dafür aushändigen,
sonst können Sie sich auf einen kostspieligen Austausch vorbereiten. Weiterhin
sollten die Räder auch im Fahrzeugbrief eingetragen sein und eine ABE haben.
Besitzt das Ersatzrad keine Alufelge, sondern eine Stahlfelge, brauchen Sie dafür
passende Radschrauben.
Scheiben, Scheinwerfer
Kratzer und Steinschläge auf den Scheiben stellen ein Sicherheitsrisiko bei
direkter Sonneneinstrahlung da. - Solche Beschädigungen sind nicht nur unschön,
sie können auch ein nicht zu unterschätzendes Sicherheitsrisiko darstellen, da
sie bei direkter Sonneneinstrahlung die Sicht behindern. Ist dies der Fall,
bleibt nur noch der Austausch.
Defekte Stoßdämpfer
Wippen Sie an den Ecken des Autos. Ohne langes Nachwippen wieder zum Stillstand
kommen. Wippt es nach, ist mit defekten Stoßdämpfern zu rechnen.
Das Innenleben
Auf die inneren Werte kommt es an - auch bei einem Auto vertuscht äußere Schönheit
niemals die inneren Abgründe. Lassen Sie sich nicht blenden!
Gummidichtungen
Wassereintritt wird meist durch beschädigte Dichtungen hervorgerufen.
Achten Sie deshalb auf diese an Türen, Kofferraum und Sonnen- sowie
Schiebedach. Bei letzteren dürfen wegen Wassereintritts auch die
Wasserablaufstopfen nicht verstopft sein.
Verdeck
Viele Cabrios weisen Verschleißerscheinungen und Schwächen beim Verdeck auf.
Schließen und Öffnen sollte leicht fallen, alle Schlaufen, Haken und Druckknöpfe
vorhanden und funktionsfähig sein. Auch Risse und Knickstellen sind nicht nur
unschön, sondern können einen Mangel darstellen. Die Dichtigkeit überprüfen
Sie am besten, in dem Sie durch eine Waschstraße fahren. Erwarten Sie bei älteren
und exotischen Spezien jedoch nicht, daß sie total dicht sind.
Geruch
Riecht der Innenraum nach Reinigungsmittel oder Parfüm, handelt es sich
entweder um ein Raucherauto oder um ein Auto, in dem des öfteren ein Hund
mitfuhr. Der Geruch wird schon nach kurzer Zeit wiederkommen.
Nässe
Ein feuchtes Auto ist keinem anzuraten, es ist nicht nur unangenehm, sondern
Durchrostung und beschlagene Scheiben sind die Folge. Heben Sie die Fußmatten
hoch und tasten Sie den Teppichboden ab. Eine gute Nase reicht teilweise auch:
Ein muffiger Geruch durchzieht das Auto. Im Kofferraum greifen Sie hinter die
Seitenverkleidung, um Feuchtigkeit aufzuspüren.
Fahrersitz
Es geht um ihre Bequemlichkeit und ihren Rücken. Deshalb: Stellen Sie fest, ob
der Fahrersitz durchgesessen ist oder in der Führung wackelt. Läßt er sich
verstellen? Erreichen Sie alle notwendigen Instrumente schnell und direkt?
Schonbezüge
Schonbezüge sind nicht von Interesse, nur die Originalbezüge zeigen den wahren
Zustand. Lassen Sie sie deshalb von dem Verkäufer entfernen.
Reserverad
Das Reserverad wird oft vergessen, gehört aber - wie auch Wagenheber und
Radschraubenschlüssel - zu jedem Auto. Es sollte in einem guten Zustand sein
und auf den Wagen passen.
Unter
der Motorhaube
Meist werden die Gebrauchten einer Motorwäsche unterzogen, mit dem Ziel den
Motor und den Motorraum attraktiver und sauberer erscheinen zu lassen. Prüfen
Sie trotzdem alles nach.
Batterie
Eine alte oder schlechte Batterie läßt sich an Ablagerungen an den Pol-Klemmen
erkennen. Weiterhin weißt es auf einen zu niedrigen Säurestand hin.
Öl
Probleme an Nocken- und Kurbelwelle erzeugen Metallteilchen am Ölmeßstab.
Fragen Sie nach dem letzten Ölwechsel. Beträgt die Ölnachfüllmenge auf 1000
km über ein Liter, gilt es als kritisch. Lassen Sie sich die Ölnachfüllmenge
schriftlich bestätigen.
Marderspuren
Eingerissene Gummidichtungen oder -manschetten an Kabeln, Lenkung und
Antriebswellen - hier haben Marder gewirkt. Teuere Reparaturen drohen.
Reparaturspuren
Reparaturen lassen sich meist nicht ganz verschleiern. Normalerweise werden
Kotflügel und mit ihnen die Schrauben ab Werk in einem Durchgang lackiert.
Wurden sie einmal entfernt, erkennt man es an den Schrauben. - Weitere Hinweise:
Farbunterschiede in der Lackierung, Reste von Spachtelmasse, Frischer
Unterschutzboden, Farbnebel auf benachbarten Teilen.
Der Motor
Ölverlust
Die Motorwäsche entfernt erst einmal alle Spuren von Ölverlust. Spätestens
nach der Probefahrt werden Sie es wissen. Problematisch und teuer ist Ölverlust,
wenn es sich um eine defekte Zylinderkopfdichtung handelt. Sollten
Ventildeckeldichtungen undicht sein, ist es nicht weiter schlimm.
Drehzahl
Die Drehzahl muß konstant bleiben - nicht nach oben oder unten springen. Um
dies zu testen, lassen Sie den Motor laufen, er sollte seine Leerlaufdrehzahl
konstant halten. Überprüfen Sie genau, woher es rührt, denn es kann entweder
an mangehaften Einspritzdüsen oder Zündkerzen liegen, aber auch am Steuergerät,
und dann wird es richtig teuer.
Motorgeräusche
Rasselt der Motor, ist der Steuerkette, die Nocken- und Kurbelwelle verbindet,
fehlerhaft eingestellt. Eine Neueinstellung ist Pflicht. Jault der Motor, sind
Zahnriemen oder Keilriemen falsch gespannt. Ein kleiner Spritzer Service-Spray-Öl
auf die Schwungscheibe gibt Gewißheit: Durch Öl verstummt der Keilriemen. Der
Spannungszustand sollte dennoch genau und fachmännisch geprüft werden, sonst können
Lagerschäden an der Lichtmaschine nachfolgen. Sollte er durch die Überspannung
gar reißen, drohen kapitale Motorschäden.
Der Webmaster ist unter FordFreundeRuhrpott@Wtal.de erreichbar.